handwerker website erstellen

Handwerker-Website erstellen

Eine Website für einen Handwerksbetrieb braucht keine zwanzig Seiten. Sie braucht die richtigen fünf.

Eine Website für einen Handwerksbetrieb hat eine einzige Aufgabe: aus jemandem, der ein Problem hat, eine Anfrage machen. Alles, was dieser Aufgabe nicht dient, kann weg – und das meiste, was Betriebe zu wenig haben, ist nicht Design, sondern Struktur.

Die Seiten, die ein Betrieb wirklich braucht

SeiteAufgabe
StartseiteIn zehn Sekunden klarmachen: Wer, was, wo, wie erreichbar
Eine Seite je LeistungDas eigentliche SEO-Fundament – hier entsteht Sichtbarkeit
Über unsGesichter, Betriebsgröße, seit wann – Vertrauen
ReferenzenEchte Projekte mit Bildern, nach Leistung sortiert
KontaktTelefon, Formular, Einzugsgebiet, Reaktionszeit
Impressum & DatenschutzPflicht – und ein Vertrauenssignal

Was auf die Startseite gehört

Die Startseite ist kein Schaufenster, sondern eine Weiche. Sie muss drei Fragen sofort beantworten – Was machen die? Sind die in meiner Nähe? Wie erreiche ich die? – und dann auf die passende Leistungsseite führen.

  • Gewerk und Einzugsgebiet in der Überschrift, nicht nur der Firmenname
  • Telefonnummer sichtbar, ohne zu scrollen, auf dem Handy antippbar
  • Die Hauptleistungen als eigene Einstiege, nicht als Fließtext
  • Ein echtes Bild vom Team oder Fahrzeug, kein Stockfoto
  • Bewertungen oder Innungszugehörigkeit als Vertrauensanker

Warum eine Seite je Leistung

Eine Sammelseite „Leistungen" mit acht Absätzen kann für keinen der acht Begriffe ranken. Google braucht eine eindeutige Zuordnung zwischen Suchanfrage und Seite. Acht eigene Seiten können es – und der Besucher landet direkt bei dem, was er gesucht hat, statt suchen zu müssen.

Technische Grundlagen

  • Mobil zuerst. Der überwiegende Teil lokaler Suchen passiert am Handy.
  • Ladezeit. Unkomprimierte Handybilder sind die häufigste Bremse.
  • Saubere Adressen. /dachsanierung/ statt /index.php?id=17.
  • Eine H1 je Seite, die das Thema benennt.
  • Alt-Texte bei Bildern – für Screenreader und für die Bildersuche.
  • HTTPS und ein gültiges Zertifikat.

Beim Relaunch: was schiefgehen kann

Der häufigste selbstverschuldete Sichtbarkeitsverlust entsteht bei einem Neubau. Wenn sich Adressen ändern, ohne dass Google die neuen zugeordnet bekommt, war die bisherige Arbeit umsonst. Vier Dinge müssen sitzen:

  1. Für jede alte Adresse eine 301-Weiterleitung auf ihr Gegenstück
  2. Keine Weiterleitungsketten – direkt auf das Endziel
  3. noindex und Test-Sperren aus der Entwicklung entfernen
  4. Sitemap neu einreichen und die Indexierung kontrollieren

Selbst bauen oder machen lassen?

Ein Baukasten ist nicht kostenlos, er kostet Zeit. Für eine Betriebsseite mit Texten, Bildern und Rechtstexten sollten Sie 20 bis 30 Stunden rechnen. Wenn Ihr Stundensatz höher liegt als das, was Sie sparen, rechnet sich Selbermachen nicht.

Was die laufende Sichtbarkeit danach kostet, steht unter SEO-Kosten für Handwerker.

Häufige Fragen

Website erstellen: kurz beantwortet

01 Wie viele Seiten braucht eine Handwerker-Website?

Fünf bis acht reichen meistens: Startseite, je eine Seite pro Hauptleistung, Über uns, Kontakt, Impressum und Datenschutz. Mehr Seiten bedeuten nicht mehr Anfragen – entscheidend ist, dass jede Leistung ihre eigene Seite hat.

02 Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?

Die Spanne reicht von 0 € beim selbst gebauten Baukasten bis zu mehreren tausend Euro bei der Agentur. Für einen Betrieb mit fünf bis acht Seiten liegen realistische Angebote meist zwischen 1.000 und 3.500 €. Entscheidender als der Preis ist, was enthalten ist: Texte, Bilder, Rechtstexte und Hosting machen schnell die Hälfte aus.

03 Brauche ich WordPress?

Nicht zwingend. WordPress ist mächtig, braucht aber laufend Updates und Wartung. Für eine Betriebsseite, die sich selten ändert, ist eine statisch ausgelieferte Seite oft schneller, sicherer und günstiger im Betrieb.

04 Was ist rechtlich Pflicht?

Impressum nach § 5 DDG, eine Datenschutzerklärung, und bei Kontaktformularen eine Einwilligung. Wenn Sie Google Fonts, Maps oder Analytics einbinden, kommen Einwilligungspflichten dazu. Am einfachsten ist, solche Dienste entweder lokal einzubinden oder wegzulassen.