seo kosten handwerker

SEO-Kosten für Handwerker

Die ehrliche Antwort beginnt mit einer Gegenfrage: Wie viel ist Ihnen ein zusätzlicher Auftrag im Monat wert?

Die Frage nach den SEO-Kosten lässt sich nicht mit einer Zahl beantworten, aber sehr wohl mit einer Rechnung. Entscheidend ist nicht, was es kostet, sondern ab wann es sich trägt.

Die Gegenfrage: Was ist ein Auftrag wert?

Bevor Sie Angebote vergleichen, brauchen Sie zwei Zahlen: den durchschnittlichen Auftragswert und Ihre Marge. Daraus ergibt sich, wie viele zusätzliche Aufträge eine Maßnahme bringen muss, damit sie sich rechnet.

PositionBeispiel DachdeckerBeispiel Elektro
Ø Auftragswert6.500 €900 €
Marge20 %35 %
Deckungsbeitrag je Auftrag1.300 €315 €
SEO-Aufwand im Jahr7.200 €7.200 €
Nötige Zusatzaufträge / Jahr623

Sechs zusätzliche Dachaufträge im Jahr sind realistisch. Dreiundzwanzig zusätzliche Elektroaufträge auch – aber die Rechnung sieht anders aus, und das sollte die Entscheidung beeinflussen. Bei kleinen Auftragswerten ist oft das kostenlose Google-Unternehmensprofil der bessere Startpunkt.

Übliche Preisspannen

LeistungMarktüblichWas Sie bekommen
Einmalige Bestandsaufnahme600–2.000 €Priorisierte Liste, was zuerst zu tun ist
Umsetzung Grundlagen1.500–5.000 €Leistungsseiten, Technik, Google-Profil
Laufende Betreuung400–1.200 €/MonatInhalte, Monitoring, Anpassungen
Einzelne Leistungsseite250–600 €Text, Struktur, interne Verlinkung
Google-Profil einrichten200–500 € einmaligKategorien, Leistungen, Einzugsgebiet

Stundensätze liegen bei Freiberuflern meist zwischen 80 und 140 €, bei Agenturen zwischen 120 und 200 €. Der Unterschied liegt selten in der Qualität und oft in den Strukturkosten.

Was den Preis treibt

  1. Ausgangszustand. Eine technisch saubere Seite ergänzen ist günstiger als eine kaputte reparieren.
  2. Anzahl der Leistungen. Jede braucht eine eigene Seite. Drei Leistungen sind ein anderer Aufwand als zwölf.
  3. Wettbewerb. In einer Großstadt mit vierzig Mitbewerbern dauert es länger als im Landkreis.
  4. Texte. Wer Fachwissen und Projektbilder liefert, spart einen erheblichen Teil.
  5. Einzugsgebiet. Ein Ort ist einfacher als acht.

Laufende Kosten, unabhängig vom Dienstleister

  • Domain: 10–20 € im Jahr
  • Hosting: 0–20 € im Monat, bei statischen Seiten oft kostenlos
  • SSL-Zertifikat: in der Regel kostenlos
  • Google-Unternehmensprofil: kostenlos

Woran Sie erkennen, dass Sie zu viel zahlen

  • Der Bericht zeigt Rankings, aber keine Anfragen
  • Seit Monaten dieselben Maßnahmen ohne erkennbaren Fortschritt
  • Das Google-Profil wird monatlich berechnet
  • Sie bekommen keinen Zugang zur eigenen Search Console
  • Niemand kann erklären, warum eine Maßnahme vor einer anderen kommt

Welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind, steht unter SEO für Handwerker. Wie sich SEO gegen andere Kanäle schlägt, unter Marketing für Handwerker.

Häufige Fragen

SEO-Kosten: kurz beantwortet

01 Was kostet SEO für einen Handwerksbetrieb im Monat?

Für lokal tätige Betriebe liegen realistische Angebote für laufende Betreuung zwischen 400 und 1.200 € monatlich. Darunter wird es meist Schema F, darüber zahlen Sie Strukturkosten mit. Viele Betriebe kommen auch ohne laufende Betreuung aus – mit einer einmaligen Bestandsaufnahme und Umsetzung in Eigenregie.

02 Lohnt sich eine einmalige Optimierung?

Oft ja. Wenn die Grundlagen fehlen – Leistungsseiten, gepflegtes Google-Profil, saubere Technik – bringt deren Aufbau den größten Sprung. Danach hält eine Betriebsseite lange, weil sich Leistungen selten ändern. Laufende Betreuung lohnt bei starkem Wettbewerb oder wenn regelmäßig neue Inhalte entstehen.

03 Woran erkenne ich ein unseriöses Angebot?

An Garantien für Platz 1 – die kann niemand geben. An Mindestlaufzeiten von 24 Monaten. An monatlichen Gebühren für das Google-Unternehmensprofil, das kostenlos ist. Und an Berichten, die Rankings zeigen, aber keine Anfragen.

04 Wann lohnt sich SEO nicht?

Wenn das Einzugsgebiet zu klein ist und es schlicht zu wenige Suchanfragen gibt. Wenn der Betrieb in absehbarer Zeit übergeben wird. Oder wenn die Kapazität ohnehin ausgelastet ist und nicht erweitert werden soll – dann ist Auswahl statt Menge das Ziel, und dafür reicht meist das Google-Profil.