marketing für handwerker

Marketing für Handwerker

Die meisten Handwerksbetriebe brauchen kein mehr an Marketing, sondern ein weniger – dafür an der richtigen Stelle.

Marketing im Handwerk hat ein Grundproblem: Es soll nebenbei laufen. Zwischen Baustelle, Angebotskalkulation und Materialbestellung bleibt keine Zeit für Kampagnenplanung. Deshalb funktioniert nur, was einmal aufgebaut wird und dann weiterarbeitet.

Die ehrliche Reihenfolge

Bevor Sie irgendwo Geld ausgeben, prüfen Sie diese drei Dinge. Sie kosten nichts und entscheiden mehr als jedes Budget:

  1. Werden Anfragen beantwortet? Der häufigste Grund für verlorene Aufträge ist kein fehlendes Marketing, sondern ein Rückruf, der nie kommt. Wer binnen zwei Stunden antwortet, gewinnt gegen den, der zwei Tage braucht.
  2. Ist das Google-Profil gepflegt? Öffnungszeiten, Leistungen, aktuelle Fotos, Antworten auf Bewertungen. Kostenlos, und für viele Betriebe der wirksamste einzelne Hebel.
  3. Findet man auf der Website in zehn Sekunden Telefonnummer und Leistung? Wenn nicht, bringt mehr Traffic nur mehr Absprünge.

Kanäle im Vergleich

KanalWirkt nachLaufende KostenPasst für
Google-Unternehmensprofil2–4 Wochen0 €jeden lokalen Betrieb
SEO / Website3–6 Monatemittelplanbare Leistungen
Google Adssoforthoch, dauerhaftNotdienst, akuter Bedarf
Empfehlungensofort0 €alle – aber nicht steuerbar
Social MediaMonateZeit statt Geldfotogene Gewerke
Flyer / Printsofortje Auflageenge Nachbarschaft, Neubaugebiete

Warum SEO und Google-Profil zusammengehören

Bei lokalen Suchen zeigt Google drei Einträge mit Karte über den normalen Ergebnissen. Wer dort steht, bekommt einen großen Teil der Klicks. Ob Sie dort erscheinen, entscheidet überwiegend das Google-Unternehmensprofil – aber Google gleicht es mit Ihrer Website ab. Beides einzeln ist halb so wirksam wie beides zusammen.

Was Sie sich sparen können

  • Gekaufte Bewertungen. Google erkennt Muster, und Kunden erkennen sie auch. Das Risiko steht in keinem Verhältnis.
  • Branchenbuch-Pakete für 80 € im Monat. Die Einträge, die zählen, sind kostenlos.
  • Eine App für den Betrieb. Niemand installiert eine App für einen Handwerker, den er einmal im Jahr braucht.
  • Vierzig Ortsseiten, die sich nur im Städtenamen unterscheiden. Google wertet das als Doorway Pages. Warum das schiefgeht, steht unter Lokale SEO.

Messen, ohne sich zu verzetteln

Drei Zahlen reichen: Wie viele Anfragen kamen diesen Monat? Über welchen Weg? Wie viele wurden zum Auftrag? Wenn Sie nur eine Sache einführen, dann die Frage am Telefon: „Wie sind Sie auf uns gekommen?" Das ist ungenau, aber besser als jede Vermutung.

Was die einzelnen Maßnahmen kosten, steht unter SEO-Kosten für Handwerker. Wie die Website dafür aufgebaut sein sollte, unter Handwerker-Website erstellen.

Häufige Fragen

Marketing für Handwerker: kurz beantwortet

01 Welcher Kanal bringt im Handwerk am schnellsten Anfragen?

Das Google-Unternehmensprofil. Es ist kostenlos, steht bei lokalen Suchen über den normalen Ergebnissen und lässt sich an einem Nachmittag deutlich verbessern. Erst danach lohnt sich der Blick auf Website und Anzeigen.

02 Lohnen sich Google Ads für Handwerksbetriebe?

In umkämpften Gewerken und bei akutem Bedarf ja – etwa Rohrreinigung oder Notdienst, wo Menschen sofort jemanden brauchen. Für planbare Leistungen wie eine Badsanierung ist SEO meist günstiger, weil der Klickpreis dort hoch und die Entscheidungszeit lang ist.

03 Brauche ich Social Media als Handwerksbetrieb?

Nur wenn jemand es dauerhaft pflegt. Ein verwaister Account mit dem letzten Beitrag von 2023 schadet mehr, als er nützt. Wenn Sie Lust darauf haben: Instagram funktioniert für sichtbare Gewerke wie Tischlerei oder Garten- und Landschaftsbau gut, weil das Ergebnis fotogen ist.

04 Wie viel sollte ein Handwerksbetrieb für Marketing ausgeben?

Eine gängige Orientierung sind zwei bis fünf Prozent vom Umsatz. Entscheidender als die Höhe ist die Verteilung: Lieber einen Kanal richtig als vier halbherzig. Und wichtiger als alles andere ist, dass Anfragen auch zuverlässig beantwortet werden.