Lokale SEO ist für Handwerksbetriebe kein Teilbereich, sondern der Kern. Ihr Markt endet dort, wo die Anfahrt unwirtschaftlich wird. Innerhalb dieses Radius sollten Sie lückenlos sichtbar sein – außerhalb ist Sichtbarkeit wertlos.
Die drei Ebenen
- Das Kartenfeld. Drei Einträge über den normalen Ergebnissen, entschieden überwiegend über das Google-Unternehmensprofil.
- Die Website. Leistungsseiten, die den Ort benennen, plus Ortsseiten dort, wo es sich lohnt.
- Nennungen außerhalb. Branchenverzeichnisse, Innung, Handwerkskammer, lokale Portale – überall mit identischen Firmendaten.
Ortsseiten richtig bauen
Der verbreitetste Fehler: Eine Vorlage nehmen, den Ortsnamen austauschen, vierzig Mal hochladen. Google erkennt das zuverlässig und wertet es als Doorway Pages. Eine Ortsseite trägt nur, wenn sie ortsspezifisch ist:
- Zwei bis drei echte Projekte aus diesem Ort, mit Bildern
- Besonderheiten: Altbaubestand, Neubaugebiete, typische Bauweise, Denkmalschutz
- Anfahrt und realistische Reaktionszeit
- Ansprechpartner für dieses Gebiet, wenn vorhanden
- Eigene Texte – kein Absatz darf auf einer anderen Ortsseite wortgleich stehen
Faustregel: Wenn Sie den Ortsnamen austauschen könnten, ohne dass der Text falsch wird, ist die Seite überflüssig.
Einheitliche Firmendaten
Firmenname, Adresse und Telefonnummer sollten überall in exakt derselben Schreibweise stehen. Google gleicht diese Angaben quellenübergreifend ab; Abweichungen schwächen das Vertrauen in alle. Legen Sie eine Schreibweise fest und gehen Sie damit einmal alle Einträge durch:
- Google-Unternehmensprofil
- Impressum und Website-Footer
- Handwerkskammer und Innung
- Bewertungsportale und Branchenverzeichnisse
- Social-Media-Profile, auch stillgelegte
Strukturierte Daten
Mit LocalBusiness-Markup geben Sie Google Adresse, Telefonnummer,
Öffnungszeiten und Einzugsgebiet maschinenlesbar. Das ersetzt kein gepflegtes Profil,
hilft aber bei der eindeutigen Zuordnung – gerade wenn es im Ort ähnliche Firmennamen gibt.
Mobil entscheidet
Lokale Suchen finden überwiegend unterwegs statt, oft mit konkretem Anlass. Die Telefonnummer muss ohne Scrollen erreichbar und mit einem Tipp anwählbar sein. Alles, was dazwischen steht – Cookie-Banner über den halben Bildschirm, langsame Bilder, ein Kontaktformular mit zwölf Pflichtfeldern – kostet Anfragen.
Wie die Seiten dafür aufgebaut sein sollten, steht unter Handwerker-Website erstellen.