Für viele Handwerksbetriebe ist das Google-Unternehmensprofil der wirksamste einzelne Hebel – noch vor der Website. Es steht bei lokalen Suchen über den normalen Ergebnissen, zeigt Bewertungen, Öffnungszeiten und Route, und es kostet nichts außer Sorgfalt.
Warum das Profil oft wichtiger ist als die Website
Wer „Elektriker in der Nähe" sucht, bekommt zuerst eine Karte mit drei Einträgen. Diese drei Plätze entscheiden einen großen Teil der Anfragen. Ob Sie dort auftauchen, hängt an drei Dingen: Entfernung zum Suchenden, Bekanntheit Ihres Betriebs und Relevanz – also wie gut Ihr Profil zur Suchanfrage passt. Die Entfernung können Sie nicht ändern. Die Relevanz schon.
Die Kategorie ist die wichtigste Einstellung
Nichts im Profil wirkt so stark wie die Hauptkategorie. „Dachdecker" und „Bauunternehmen" führen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen. Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Hauptgeschäft am genauesten trifft, nicht die breiteste.
- Hauptkategorie: so spezifisch wie möglich, passend zum Umsatzschwerpunkt
- Nebenkategorien: nur, was Sie tatsächlich anbieten – jede unpassende verwässert
- Prüfen Sie, welche Kategorien die Betriebe nutzen, die vor Ihnen stehen
Was Sie ausfüllen sollten
- Leistungen einzeln anlegen. Nicht „Dacharbeiten", sondern Dachziegel, Flachdach, Dachrinne, Dachfenster – jeweils mit zwei bis drei Sätzen.
- Einzugsgebiet setzen. Die Orte, in denen Sie wirklich arbeiten. Ein zu großes Gebiet macht das Profil unschärfer, nicht sichtbarer.
- Öffnungszeiten aktuell halten. Inklusive Feiertagen – Google fragt aktiv nach und stuft Profile ab, die nie reagieren.
- Eigene Fotos. Fahrzeug, Team, fertige Arbeiten. Stockfotos erkennt man, und sie wirken bei einem Handwerksbetrieb besonders unecht.
- Beiträge. Alle paar Wochen ein abgeschlossenes Projekt. Kostet zehn Minuten und hält das Profil lebendig.
- Fragen und Antworten. Sie dürfen selbst häufige Fragen einstellen und beantworten – ungenutzt bei fast allen Betrieben.
Einheitliche Daten überall
Firmenname, Adresse und Telefonnummer müssen überall identisch sein: im Profil, im Impressum, auf der Website, in Branchenverzeichnissen. Abweichungen – einmal „GmbH", einmal ohne, einmal mit Hausnummernzusatz – schwächen das Vertrauen in alle Quellen. Mehr dazu unter Lokale SEO für Handwerker.
Bewertungen als Dauerthema
Bewertungen wirken auf die Platzierung und auf die Entscheidung. Wichtig ist weniger der Schnitt als die Regelmäßigkeit: Zwanzig Bewertungen über zwei Jahre verteilt wirken glaubwürdiger als vierzig in einem Monat. Bauen Sie das Fragen fest in den Ablauf ein, statt es sich vorzunehmen.
Die häufigsten Fehler
- Profil vor Jahren angelegt, seitdem nicht angefasst
- Keywords in den Firmennamen geschrieben – ein Richtlinienverstoß, der zur Sperrung führen kann
- Einzugsgebiet auf „ganz Deutschland" gesetzt
- Keine Antworten auf Bewertungen
- Website-Link zeigt auf die Startseite statt auf die passende Leistungsseite
Wie die Website dazu aufgebaut sein sollte, damit beides zusammenwirkt, steht unter Handwerker-Website erstellen.